Pünktlich um 7:30 ging es los mit dem Auto gen Stuttgart, dort vom Parkplatz mit dem Shuttle-Bus weiter zum Flughafen.
Ian war von den Flugzeugen sehr fasziniert und hat auch immer wieder nachgefragt ob wir denn wirklich in so eines reingehen und damit "fahren" werden, im Flgzeug selber sah das aber leider anders aus...
Wir hatten ihn ja früh wecken müssen und hatten gehofft dass er im Auto noch mal schläft. Das war leider nicht der Fall, und so war er mittags dann hundemüde, aber nicht zum Schlafen zu bewegen und daher extrem knatschig und unruhig. Dazu kam dass wir vergessen hatten "Bestechungsmaterial" wie Gummibärchen oder auch die neuen Bücher aus dem Handgepäck zu holen bevor wir uns wieder anschnallen mussten. Ian wollte zur Landung auf meinen Schoß, die Stewardess meinte das Kind muss im Sitz alleine angeschnallt sein, Ian hat geschrien und sich gewunden, bis ein freundlicher Herr uns dann zum Glück ein paar Gummibärchen gereicht hat und die lage sich halbwegs entspannt hat.
In Palma gelandet haben ihn die langen Rollbänder dort abgelenkt, und die Wartezeit bis unser Shuttle-Bus dort abfuhr hat er sich mit "uns unbekannten Palmenfrüchten in die Pfützen werfen" vertrieben und schien zum ersten Mal an diesem Tag glücklich und ausgeglichen.
Auf der Busfahrt kam es dann wie es kommen musste: mit dem Lolli in der Hand ist Ian an mich gekuschelt eingeschlafen, und erst in der Hotellobby wieder aufgewacht! *hach*
Das Hotel
"Inturotel Esmeralda Park", eine große Appartment-Anlage mit mehreren kleinen Häuschen in denen sich die Appartments befinden. Ein Pool in der Mitte, direkter Zugang zum Sandstrand, Haupthaus mit Speiseraum und Rezeption. Dazu eine Bar, eine Bühne mit Bestuhlung vornedran, zwei Räume mit Automaten und Spielgeräten für die Kinder, ein Spielplatz, vorne an der Straße ein eigener Supermarkt und Minigolf, alles voller Kinder - eigentlich extrem spießig und furchtbar, doch für diesen Urlaub perfekt!
Wir haben uns um nichts Gedanken machen brauchen, haben einfach in den Tag hinein gelebt und nichts geplant. Ian hat täglich seine 2 Stunden Mittagschlaf im Hotelzimmer gemacht, was uns zwar größere Ausflüge und Aktivitäten unmöglich gemacht hat, aber auch zwei Stunden für uns zum Lesen und Chillen auf dem Balkon, sowie einiges an Knatschalarm weniger beschert hat!
| Pool und Strand - von unserem Balkon aus fotografiert |
| Haupthaus, Terrasse und Zugang zum Pool - ebenfalls vom Balkon aus |
Unser Appartment war geräumig, zweckdienlich aund absolut ok.
Es lag sehr zentral direkt am Pool, was wir allerdings nicht schlimm fanden. Kurze Wege überallhin, Ian hatte vom Balkon aus was zu gucken, bissl Meerblick war auch dabei, also echt super!
| Balkon |
| Küchenzeile |
| Wohnbereich |
| Schlafzimmer |
| Ian als Zaungast |
Der Speisesaal und Der erste Abend
Nach einem Abstecher ans Meer und ersten kleinen Annäherungsversuchen mit dem Wasser sowie ein paar Besorgungen im hoteleigenen Supermarkt haben wir uns gespannt zum Abendessen begeben, und wurden nicht enttäuscht: reichhaltiges Buffet, auch für uns Vegetarier war immer was dabei, v.a. natürlich bei der riesen-Auswahl an verschiedenen Nachtischen! *grins*
Auch beim Frühstück wurden wir nicht enttäuscht, viel Auswahl, immer auch frisches Obst und für alle was dabei
Die Atmosphäre im Speisesaal war an den ersten Tagen extrem stressig, laut und unangenehm. Man musste zu Stoßzeiten auf einen Sitzplatz warten, es war voll und heiß, überall wuselten überdrehte Kinder herum, auch Ian hat sich da anstecken lassen und an entspanntes Essen war nicht zu denken, puh... Das sollte sich im Laufe der Tage aber geben, denn mehr und mehr Gäste reisten ab, nur wenige kamen nach und so entspannte sich die Essensituation von Tag zu Tag mehr.
Doch zurück zum ersten Abend:
Noch nicht ganz vom Tisch aufgestanden meinte Ian "Und jetzt kann ich schlafen gehen!", also nichts wie ab zum Zimmer, wo er um 19:00 Uhr bereits ohne Probleme direkt eingeschlafen war.
Ich bin noch mal kurz raus zum Supermarkt um noch was für Steffen und mich für die Abendgestaltung zu holen ;), und da hab ich bemerkt wie sich alle Eltern mit ihren Kids im Halbkreis um die Bühne versammeln, und pünktlich um 20:00 Uhr wurden wir auf dem Balkon mit Kindermusik, Kindergeschrei und Animation beschallt: die Mini-Disco!
Uns war sofort klar, das ist was für Ian, und am nächsten Abend sind wir da mit von der Partie, doch für heute war es genug und wir haben uns, ebenfalls todmüde, ins Bett verkrümelt noch bevor die Musik aus war...
Die Mini-Disco
Am nächsten Tag haben wir den Mittagschlaf dann also etwas nach hinten verschoben und sind nach dem Abendessen direkt draußen vor der Bühne geblieben, um die Mini-Disco mit zu erleben.
Ian hatte die Bühne tagsüber eh schon für sich entdeckt und war ganz gespannt als wir ihm erzählt haben dass da gleich Musik kommt...
Pünktlich um 20:00 Uhr kamen dann zwei absolut sympathische und kinderliebe Animateure in Kostümen auf die Bühne, haben in buntem Mischmasch mehrerer Sprachen Quatsch gemacht und immer wenn der Schlachtruf "Uno, Dos, Tres - Maistro - Musica!!!" ertönte wurden Kinderlieder zum Mitsingen und -tanzen gespielt, auch hier in verschiedenen Sprachen.
Ian war sofort in seinem Element, hat begeistert geklatscht und mitgetanzt, meist als Kleinster zwischen lauter größeren Kindern. Als dann auch noch "Turo", das Hotel Maskottchen auf die Bühne kam war er sofort hin und weg!
Und natürlich bin ich als gute Mutter zum letzten Lied wie aufgefordert mit vor die Bühne und habe fortan jeden Abend mit Ian zu "Chi Chi Wah" mitgetanzt...
| Hotel-Maskottchen Turo |
| Gruppenbild mit Turo |
Fortan war die Mini-Disco Ians absolutes Highlight, schon morgens nach dem Aufstehen hat er gefragt wann die Musik wieder kommt, hat von Turo erzählt und beim Abendessen hatten wir Müh und Not ihn noch zum Essen zu bewegen, weil er wusste dass danach die Musik kommt und es kaum abwarten konnte...
Nach ein paar Tagen hatte er auch alles super drauf und hat wie ein großer mitgetanzt, sowohl abends bei der Disco, als auch auf seiner "privaten Bühne" auf dem Zimmer...
Die ersten Tage haben wir es noch gut hinbekommen und sind direkt nach der Mini-Disco aufs Zimmer verschwunden, doch einmal waren wir zu spät und Ian hat spitz gekriegt dass es danach noch weiter geht und wir "mussten" fortan bis zur Ende der jeweiligen Show sitzen bleiben, teilweise bis 22:30...
War auch total süß, für die Kinder wurden Bänke hingestellt und Teppiche ausgelegt, die Shows waren, naja, nett gemacht und gut gemeint, aber nichts berauschendes.
Männe und ich haben uns Sangria schmecken lassen, Ian war glücklich und ist am Ende als wir dann gehen "durften" immer ohne Probleme direkt ins Bett gefallen und eingeschlafen.
| Hups, wen hat es denn da als "Frewilligen" auf der Bühne erwischt? ;) |
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