Dienstag, 30. Oktober 2012

Mallorca Cala D´Or - Okt/12 - Teil III

Last but not least - Der Strand
Wie schon geschrieben und gezeigt, direkt von unserem Hotel aus ging es zu einem kleinen Sandstrand in einer Bucht, wir konnten quasi barfuß und in Badeklamotten vom Zimmer zum Strand laufen.
Vom Wetter her war es total angenehm, in der Sonne schön warm aber nicht so heiß dass man Schatten suchen müsste. Es zogen immer mal wieder kleine Wolken vorbei und dann wurde es recht schnell bissl frisch, aber die Sonne überwog eindeutig.
Auch das Wasser war noch recht angenehm, wenn auch zum richtigen Schwimmen nicht wirklich geeignet, aber das hatte andere Gründe...
Am ersten Tag als wir am Strand waren hab ich mich gewundert warum trotz schönem Wetter alle nur bis höchstens zur Hüfte im Wasser stehen und hab mich fast als einzige vorgewagt und bin ein paar mal hin und her geschwommen. Als ich wieder draußen war und kurze Zeit drauf ein schreiender Junge an mir vorbei getragen habe wusste ich warum die meisten nur rumstanden und was für ein Glück ich gehabt habe: alles voller Feuerquallen!
Vorne war alles frei, aber sobald man ein Stück weiter rein gegangen ist hat man sie deutlich sehen können...
Nun gut, Ian war da eh etwas verhalten und hat nur vorne im Sand gespielt bzw. ist bissl ins Wasser reingelaufen, wir sind ja auch keine großen Schwimmer, von daher war das ok.

An dem Tag als wir geplant hatten den Ausflug mit dem Schiff zu machen haben wir schon weitem gesehen dass der Strand menschenleer war, komisch... Als wir dann auf den Klippen standen haben wir den Grund gesehen: Alles voller Quallen, komplett bis vorne hin, der ganze Sand lag voller toter Quallen!


Scheinbar hatte es in der Nacht bissl gestürmt und die sind alle nach vorne gespült worden!

Wir waren jedenfalls heilfroh an diesem Tag den Auflug geplant zu haben, denn an den Strand gehen wäre echt unmöglich gewesen!
Und am nächsten Tag: Weg, alle weg, sogar bis ins tiefe Wasser!
Auf einmal waren viele Leute im Meer, sind geschwommen, haben sich treiben lassen, auch wir haben uns ein bissl vorgewagt - echt verrückt!



Meist sind wir direkt nach dem Frühstück an den Strand, waren dort bis über die Mittagszeit, dann aufs Zimmer und duschen, Ian hat Mittagsschlaf gemacht und wir haben gelesen.
Ian war anfangs seeeehr verhalten was das Wasser anging...
Zwar hatte er einen riesen-Spaß dabei vor den Wellen wegzurennen und hat gequietscht wenn seine Füße doch mal nass geworden sind, aber wenn Männe und ich mal bis zu den Knien rein sind hat er immer "Komm da lieber wieder raus" gerufen. ;)
Mit viel Überredungskunst hat er sich mal auf meinen Schoß gesetzt als ich im Sand im flachen Wasser saß, und hat mit jeder Welle seinen Popo schnell hochgehoben. :)
Erst die letzten beiden Tage, auch als die Quallen vollends verschwunden waren, haben wir ihn einfach mal ein bissl weiter mit reingenommen, haben ihn mit "Engelchen flieg" an beiden Händen durchs Wasser gezogen oder sind mit ihm auf dem Arm mal komplett reingegangen, was ihm dann auch sichtlich gefallen hat.

Nichtsdestotrotz hatte er natürlich riesigen Spaß in dem großen Sandkasten, hat Löcher gegraben, Burgen gebaut, Sandsuppe gekocht und sich selbst komplett paniert. ;)
Durch seine charmante Art ist er auch immer wieder bei anderen Kindern und Eltern mit unter gekommen und sie haben gemeinsam gebuddelt und gebaut, so dass wir uns auch mal ein wenig zurücknehmen konnten.

Die Zeit am Strand war ein echtes Highlight des Urlaubs (neben der täglichen Mini-Disco natürlich ;)) und es waren wirklich für uns alle drei entspannte und glückliche Stunden!
So, und lass ich einfach noch ein paar Bilder (und ein Video) sprechen! ;)














Die Heimreise
Unser Transfer vom Hotel zum Flughafen in Palma sollte um 17:30 gehen, eigentlich hätten wir das Zimmer um 11:00 räumen müssen. An diesem Tag war Regen angekündigt, wo also hätten wir uns den ganzen Nachmittag aufhalten sollen? Und Heimflug bis in die Nacht hinein mit einem Kind ohne Mittagschlaf? No way!
Also haben wir uns, wie Steffen so schön sagte, "unseren Seelenfrieden erkauft" und haben das Zimmer für 30,-€ bis zum Transfer verlängert.
So konnten wir den Vormittag noch am Strand verbringen, danach entspannt duschen, Ian konnte noch mal schön schlafen und wir in Ruhe die letzten Sachen packen, bevor es dann gen Heimat ging.

Der Rückflug verlief überraschend unspektakulär, Ian war zwar die ganze Zeit über wach, aber so müde dass er einfach ruhig in seinem Sitz saß, auf den kleinen Monitor über ihn gestarrt hat und zufrieden war.
Erst als wir gegen 0:30 endlich in unserem eigenen Auto saßen ist er direkt eingeschlafen...

Das Kuriose:
Morgens waren wir noch im Meer baden, und nachts mussten wir unser Auto von einer 10cm Schneeschicht befreien, denn in Stuttgart hatte es den ganzen Tag über geschneit!


 

Montag, 29. Oktober 2012

Mallorca Cala D´Or - Okt/12 - Teil II

Die Umgebung und unsere spärlichen Aktivitäten außerhalb der Anlage
Am ersten Morgen nach dem Frühstück haben wir, wie man es eben so macht, die Umgebung ein wenig erkundet und haben die Hotelanlage verlassen.
Tjoah, unser Weg führte uns in eine kleine Straße mit Touri-Souvenir-Shops, Autovermietungen, kleinen Supermärkten und den obligatorischen Trampolin/Mini-Auto/Karussel-Abzocken.
Ganz nett anzusehen, aber teilweise schon auf Sparflamme oder komplett verlassen.






Beim Schlendern in die andere Richtung sind wir an die Spitze der Landzunge zwischen zwei Buchten gelangt und hatten zum ersten Mal so richtig freie Sicht aufs offene Meer. *hach*



Blick von der Landzunge auf "unseren" Strandbereich, dahinter die Hotel-Analge




Schon beim Buchen der Reise im Reisebüro entwickelte sich die angepriesene "Bimmelbahn" die direkt vorm Hotel abfährt zum Running Gag, natürlich mussten wir auch eine Fahrt mit eben dieser in Angriff nehmen.


Im Fahrpreis inbegriffen war eine Rundfahrt inkl. 1x aus- und wieder einsteigen. Eigentlich wollten wir am Hafen aussteigen, klang ganz nett, hat sich dann aber einfach als große Bucht mit haufenwese Luxusyachten, und somit als komplett langweilig erwiesen...
Aber irgendwo "mussten" wir ja aussteigen, also sind wir einfach 3 Haltestellen bevor wir wieder am Startpunkt gewesen wären rausgesprungen und landeten an einem benachbarten Badestrand.
Strandausrüstung hatten wir natürlich nicht dabei, aber zum Klippen klettern, Eis essen und bissl rumschlendern war es trotzdem ganz nett.




Zurück zum Hotel mussten wir dann übrigens laufen, da die Bimmelbahn über die Mittagszeit 2 Stunden Siesta hält...



Mehrmals täglich fuhr in unserer Hotelbucht ein Bonbon-farbenes Schiff vor, also war klar dass wir auch damit mal fahren wollen.
Warten aufs Schiff an der Anlegestelle

Unter Deck am Glasboden



Es wehte eine steife Brise ;)

Der Ausflug beinhaltete einen zweistündigen Aufenthalt in Porto Colom, doch leider hat Ian sich dort von seiner unleidlichen Seite gezeigt. Er hatte Hunger, war aber nicht willig zu laufen um was zu Essen zu besorgen, er hat gebockt und es war wirklich unmöglich ihn zu irgendwas zu motivieren.
In einem total süßen Laden haben wir Ian dann für Trauben und Gebäck begeistern können, wir haben uns einen ruhigen Platz zum hinsetzen gesucht und beim Trauben-Kern-Ausspucken stieg die Laune allmählich wieder...
Porto Colom


Direkt danach haben wir einen Spielplatz entdeckt und uns nach dem Desaster für den einfachen Weg entschieden:
Ian und ich sind einfach auf dem Spieli geblieben, während Steffen eine kleine Runde zum Fotos machen gedreht hat.







Zum Abschluß noch ein lecker Kaffee in einem kleinen Hafen-Café und ab zurück aufs Boot...

Tjoah, und das war es dann auch schon an Aktivitäten und Ausflügen. Für alles weitere hätten wir einen Mietwagen gebraucht bzw. hätten länger mit dem Bus fahren müssen.
Da Ian jedoch nicht immer kooperativ war und es sowohl in Planung als auch in der Ausführung sicher stressig geworden wäre haben wir den Weg des geringsten Widerstands gewählt, waren viel einfach nur an "unserer" Bucht und im Hotel und sind damit unterm Strich sicher entspannter und glücklicher gefahren!





 

Sonntag, 28. Oktober 2012

Mallorca Cala D´Or - Okt/12 - Teil I

Die Anreise
Pünktlich um 7:30 ging es los mit dem Auto gen Stuttgart, dort vom Parkplatz mit dem Shuttle-Bus weiter zum Flughafen.
Ian war von den Flugzeugen sehr fasziniert und hat auch immer wieder nachgefragt ob wir denn wirklich in so eines reingehen und damit "fahren" werden, im Flgzeug selber sah das aber leider anders aus...
Wir hatten ihn ja früh wecken müssen und hatten gehofft dass er im Auto noch mal schläft. Das war leider nicht der Fall, und so war er mittags dann hundemüde, aber nicht zum Schlafen zu bewegen und daher extrem knatschig und unruhig. Dazu kam dass wir vergessen hatten "Bestechungsmaterial" wie Gummibärchen oder auch die neuen Bücher aus dem Handgepäck zu holen bevor wir uns wieder anschnallen mussten. Ian wollte zur Landung auf meinen Schoß, die Stewardess meinte das Kind muss im Sitz alleine angeschnallt sein, Ian hat geschrien und sich gewunden, bis ein freundlicher Herr uns dann zum Glück ein paar Gummibärchen gereicht hat und die lage sich halbwegs entspannt hat.

In Palma gelandet haben ihn die langen Rollbänder dort abgelenkt, und die Wartezeit bis unser Shuttle-Bus dort abfuhr hat er sich mit "uns unbekannten Palmenfrüchten in die Pfützen werfen" vertrieben und schien zum ersten Mal an diesem Tag glücklich und ausgeglichen.
Auf der Busfahrt kam es dann wie es kommen musste: mit dem Lolli in der Hand ist Ian an mich gekuschelt eingeschlafen, und erst in der Hotellobby wieder aufgewacht! *hach*

Das Hotel
"Inturotel  Esmeralda Park", eine große Appartment-Anlage mit mehreren kleinen Häuschen in denen sich die Appartments befinden. Ein Pool in der Mitte, direkter Zugang zum Sandstrand, Haupthaus mit Speiseraum und Rezeption. Dazu eine Bar, eine Bühne mit Bestuhlung vornedran, zwei Räume mit Automaten und Spielgeräten für die Kinder, ein Spielplatz, vorne an der Straße ein eigener Supermarkt und Minigolf, alles voller Kinder - eigentlich extrem spießig und furchtbar, doch für diesen Urlaub perfekt!
Wir haben uns um nichts Gedanken machen brauchen, haben einfach in den Tag hinein gelebt und nichts geplant. Ian hat täglich seine 2 Stunden Mittagschlaf im Hotelzimmer gemacht, was uns zwar größere Ausflüge und Aktivitäten unmöglich gemacht hat, aber auch zwei Stunden für uns zum Lesen und Chillen auf dem Balkon, sowie einiges an Knatschalarm weniger beschert hat!

Pool und Strand - von unserem Balkon aus fotografiert

Haupthaus, Terrasse und Zugang zum Pool - ebenfalls vom Balkon aus


Unser Appartment war geräumig, zweckdienlich aund absolut ok.
Es lag sehr zentral direkt am Pool, was wir allerdings nicht schlimm fanden. Kurze Wege überallhin, Ian hatte vom Balkon aus was zu gucken, bissl Meerblick war auch dabei, also echt super!

Balkon

Küchenzeile

Wohnbereich


Schlafzimmer  

Ian als Zaungast

Der Speisesaal und Der erste Abend
Nach einem Abstecher ans Meer und ersten kleinen Annäherungsversuchen mit dem Wasser sowie ein paar Besorgungen im hoteleigenen Supermarkt haben wir uns gespannt zum Abendessen begeben, und wurden nicht enttäuscht: reichhaltiges Buffet, auch für uns Vegetarier war immer was dabei, v.a. natürlich bei der riesen-Auswahl an verschiedenen Nachtischen! *grins*
Auch beim Frühstück wurden wir nicht enttäuscht, viel Auswahl, immer auch frisches Obst und für alle was dabei
Die Atmosphäre im Speisesaal war an den ersten Tagen extrem stressig, laut und unangenehm. Man musste zu Stoßzeiten auf einen Sitzplatz warten, es war voll und heiß, überall wuselten überdrehte Kinder herum, auch Ian hat sich da anstecken lassen und an entspanntes Essen war nicht zu denken, puh... Das sollte sich im Laufe der Tage aber geben, denn mehr und mehr Gäste reisten ab, nur wenige kamen nach und so entspannte sich die Essensituation von Tag zu Tag mehr.
Doch zurück zum ersten Abend:
Noch nicht ganz vom Tisch aufgestanden meinte Ian "Und jetzt kann ich schlafen gehen!", also nichts wie ab zum Zimmer, wo er um 19:00 Uhr bereits ohne Probleme direkt eingeschlafen war.
Ich bin noch mal kurz raus zum Supermarkt um noch was für Steffen und mich für die Abendgestaltung zu holen ;), und da hab ich bemerkt wie sich alle Eltern mit ihren Kids im Halbkreis um die Bühne versammeln, und pünktlich um 20:00 Uhr wurden wir auf dem Balkon mit Kindermusik, Kindergeschrei und Animation beschallt: die Mini-Disco!
Uns war sofort klar, das ist was für Ian, und am nächsten Abend sind wir da mit von der Partie, doch für heute war es genug und wir haben uns, ebenfalls todmüde, ins Bett verkrümelt noch bevor die Musik aus war...

Die Mini-Disco
Am nächsten Tag haben wir den Mittagschlaf dann also etwas nach hinten verschoben und sind nach dem Abendessen direkt draußen vor der Bühne geblieben, um die Mini-Disco mit zu erleben.
Ian hatte die Bühne tagsüber eh schon für sich entdeckt und war ganz gespannt als wir ihm erzählt haben dass da gleich Musik kommt...
Pünktlich um 20:00 Uhr kamen dann zwei absolut sympathische und kinderliebe Animateure in Kostümen auf die Bühne, haben in buntem Mischmasch mehrerer Sprachen Quatsch gemacht und immer wenn der Schlachtruf "Uno, Dos, Tres - Maistro - Musica!!!" ertönte wurden Kinderlieder zum Mitsingen und -tanzen gespielt, auch hier in verschiedenen Sprachen.
Ian war sofort in seinem Element, hat begeistert geklatscht und mitgetanzt, meist als Kleinster zwischen lauter größeren Kindern. Als dann auch noch "Turo", das Hotel Maskottchen auf die Bühne kam war er sofort hin und weg!
Und natürlich bin ich als gute Mutter zum letzten Lied wie aufgefordert mit vor die Bühne und habe fortan jeden Abend mit Ian zu "Chi Chi Wah" mitgetanzt...

Hotel-Maskottchen Turo




Gruppenbild mit Turo
 
Fortan war die Mini-Disco Ians absolutes Highlight, schon morgens nach dem Aufstehen hat er gefragt wann die Musik wieder kommt, hat von Turo erzählt und beim Abendessen hatten wir Müh und Not ihn noch zum Essen zu bewegen, weil er wusste dass danach die Musik kommt und es kaum abwarten konnte...
Nach ein paar Tagen hatte er auch alles super drauf und hat wie ein großer mitgetanzt, sowohl abends bei der Disco, als auch auf seiner "privaten Bühne" auf dem Zimmer...





Die ersten Tage haben wir es noch gut hinbekommen und sind direkt nach der Mini-Disco aufs Zimmer verschwunden, doch einmal waren wir zu spät und Ian hat spitz gekriegt dass es danach noch weiter geht und wir "mussten" fortan bis zur Ende der jeweiligen Show sitzen bleiben, teilweise bis 22:30...
War auch total süß, für die Kinder wurden Bänke hingestellt und Teppiche ausgelegt, die Shows waren, naja, nett gemacht und gut gemeint, aber nichts berauschendes.
  Männe und ich haben uns Sangria schmecken lassen, Ian war glücklich und ist am Ende als wir dann gehen "durften" immer ohne Probleme direkt ins Bett gefallen und eingeschlafen.

Hups, wen hat es denn da als "Frewilligen" auf der Bühne erwischt? ;)