Wie schon geschrieben und gezeigt, direkt von unserem Hotel aus ging es zu einem kleinen Sandstrand in einer Bucht, wir konnten quasi barfuß und in Badeklamotten vom Zimmer zum Strand laufen.
Vom Wetter her war es total angenehm, in der Sonne schön warm aber nicht so heiß dass man Schatten suchen müsste. Es zogen immer mal wieder kleine Wolken vorbei und dann wurde es recht schnell bissl frisch, aber die Sonne überwog eindeutig.
Auch das Wasser war noch recht angenehm, wenn auch zum richtigen Schwimmen nicht wirklich geeignet, aber das hatte andere Gründe...
Am ersten Tag als wir am Strand waren hab ich mich gewundert warum trotz schönem Wetter alle nur bis höchstens zur Hüfte im Wasser stehen und hab mich fast als einzige vorgewagt und bin ein paar mal hin und her geschwommen. Als ich wieder draußen war und kurze Zeit drauf ein schreiender Junge an mir vorbei getragen habe wusste ich warum die meisten nur rumstanden und was für ein Glück ich gehabt habe: alles voller Feuerquallen!
Vorne war alles frei, aber sobald man ein Stück weiter rein gegangen ist hat man sie deutlich sehen können...
Nun gut, Ian war da eh etwas verhalten und hat nur vorne im Sand gespielt bzw. ist bissl ins Wasser reingelaufen, wir sind ja auch keine großen Schwimmer, von daher war das ok.
An dem Tag als wir geplant hatten den Ausflug mit dem Schiff zu machen haben wir schon weitem gesehen dass der Strand menschenleer war, komisch... Als wir dann auf den Klippen standen haben wir den Grund gesehen: Alles voller Quallen, komplett bis vorne hin, der ganze Sand lag voller toter Quallen!
Scheinbar hatte es in der Nacht bissl gestürmt und die sind alle nach vorne gespült worden!
Wir waren jedenfalls heilfroh an diesem Tag den Auflug geplant zu haben, denn an den Strand gehen wäre echt unmöglich gewesen!
Und am nächsten Tag: Weg, alle weg, sogar bis ins tiefe Wasser!
Auf einmal waren viele Leute im Meer, sind geschwommen, haben sich treiben lassen, auch wir haben uns ein bissl vorgewagt - echt verrückt!
Meist sind wir direkt nach dem Frühstück an den Strand, waren dort bis über die Mittagszeit, dann aufs Zimmer und duschen, Ian hat Mittagsschlaf gemacht und wir haben gelesen.
Ian war anfangs seeeehr verhalten was das Wasser anging...
Zwar hatte er einen riesen-Spaß dabei vor den Wellen wegzurennen und hat gequietscht wenn seine Füße doch mal nass geworden sind, aber wenn Männe und ich mal bis zu den Knien rein sind hat er immer "Komm da lieber wieder raus" gerufen. ;)
Mit viel Überredungskunst hat er sich mal auf meinen Schoß gesetzt als ich im Sand im flachen Wasser saß, und hat mit jeder Welle seinen Popo schnell hochgehoben. :)
Erst die letzten beiden Tage, auch als die Quallen vollends verschwunden waren, haben wir ihn einfach mal ein bissl weiter mit reingenommen, haben ihn mit "Engelchen flieg" an beiden Händen durchs Wasser gezogen oder sind mit ihm auf dem Arm mal komplett reingegangen, was ihm dann auch sichtlich gefallen hat.
Nichtsdestotrotz hatte er natürlich riesigen Spaß in dem großen Sandkasten, hat Löcher gegraben, Burgen gebaut, Sandsuppe gekocht und sich selbst komplett paniert. ;)
Durch seine charmante Art ist er auch immer wieder bei anderen Kindern und Eltern mit unter gekommen und sie haben gemeinsam gebuddelt und gebaut, so dass wir uns auch mal ein wenig zurücknehmen konnten.
Die Zeit am Strand war ein echtes Highlight des Urlaubs (neben der täglichen Mini-Disco natürlich ;)) und es waren wirklich für uns alle drei entspannte und glückliche Stunden!
So, und lass ich einfach noch ein paar Bilder (und ein Video) sprechen! ;)
Die Heimreise
Unser Transfer vom Hotel zum Flughafen in Palma sollte um 17:30 gehen, eigentlich hätten wir das Zimmer um 11:00 räumen müssen. An diesem Tag war Regen angekündigt, wo also hätten wir uns den ganzen Nachmittag aufhalten sollen? Und Heimflug bis in die Nacht hinein mit einem Kind ohne Mittagschlaf? No way!
Also haben wir uns, wie Steffen so schön sagte, "unseren Seelenfrieden erkauft" und haben das Zimmer für 30,-€ bis zum Transfer verlängert.
So konnten wir den Vormittag noch am Strand verbringen, danach entspannt duschen, Ian konnte noch mal schön schlafen und wir in Ruhe die letzten Sachen packen, bevor es dann gen Heimat ging.
Der Rückflug verlief überraschend unspektakulär, Ian war zwar die ganze Zeit über wach, aber so müde dass er einfach ruhig in seinem Sitz saß, auf den kleinen Monitor über ihn gestarrt hat und zufrieden war.
Erst als wir gegen 0:30 endlich in unserem eigenen Auto saßen ist er direkt eingeschlafen...
Das Kuriose:
Morgens waren wir noch im Meer baden, und nachts mussten wir unser Auto von einer 10cm Schneeschicht befreien, denn in Stuttgart hatte es den ganzen Tag über geschneit!

